Kultur SchneeDas Thema „loslassen“ beschäftigt mich schon lange. So gern würde ich Dinge loslassen, um sie loszuwerden, um Gefühle nicht fühlen zu müssen und keinen Schmerz aushalten zu müssen. In meiner Arbeit komme ich aber immer wieder zu dem Punkt, wo klar wird, dass „Loslassen“ immer „Sein lassen“ bedeutet. Dazu habe ich von einer Freundin diesen Text bekommen, der mich immer wieder sehr berührt und den ich gern mit Euch teilen möchte.

„Irgendwann bist du an einem Punkt, an dem du begreifst, dass du nicht mehr zu kämpfen brauchst, weil es dich nicht weiter bringt.

Du begreifst, dass du nichts mehr tun kannst oder musst. Du kannst nichts erzwingen. Wenn du das begreifst, fällt erst alles in sich zusammen, und dann ist Stille.

Und dann wird plötzlich alles leicht und leer in dir. Du fängst an los zu lassen, woran du dich geklammert hast: an Hoffnungen, Menschen oder Dinge aus deiner Vergangenheit, die du so nicht akzeptieren wolltest oder konntest.

Du begreifst, dass du all das nicht mehr ändern kannst, egal, wie sehr du daran glaubst, egal, wie sehr du es dir wünscht. Egal, wie sehr du dagegen kämfst. Egal, wie weh es tut.

Was geschehen soll, das geschieht. Was gehen will, das geht. Was bei dir bleiben will, das bleibt oder kommt aus freiem Willen zu dir zurück.

Irgendwann sind die Schmerzen und die Angst loszulassen vorbei.

Dann befreist du dich allmählich auch von Ängsten, Schuldgefühlen und Zwängen. Von allem, was dich festhält.

Du gehst deinen Weg, packst deinen Koffer mit dem, was übrig blieb: ein Koffer voller Erfahrungen, Erkenntnissen und Erinnerungen.

Dein Weg liegt vor dir, du siehst ihn noch nicht, aber du fühlst, es ist soweit.

Du beginnst wieder – mit dem ersten Schritt!

(Autor unbekannt)

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